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🪄Runen in der Edda🪄

Runen gehören unbestritten zum germanischen Kulturkreis dazu. Woher sie stammen und wie alt sie wirklich sind, darüber streiten sich die Gelehrten bis heute. Es ist noch nicht einmal sicher, ob sie wirklich als Schriftzeichen gedacht waren. Sie finden sich ab dem zweiten Jahrhundert als Inschriften. Hier sind etwa sechstausendfünfhundert Fundstücke bekannt. Vor der Christianisierung gab es ohnehin keine Schrift bei den Germanen, so dass aus der Zeit davor vieles im Dunkeln liegt.

Das Wort »Rune« bedeutet »Geheimnis« oder »Geflüster«, was andeuten könnte, dass es sich bei den Runen ursprünglich nicht um eine Alphabetschrift handelte, sondern um sogenannte Zauberzeichen; mystische Symbole zur Weissagung oder zur Zauberei. Womöglich standen sie auch nur für das, was ihr jeweiliger Name bedeutet - also die erste Rune Fehu tatsächlich für Vieh, was Fehu übersetzt ja bedeutet. Wer sich mit ihnen beschäftigt, begegnet nicht selten wirklich einem Geheimnis und sei es nur, dass sich die Runen verschließen und nicht leicht erfassen lassen.

Die älteste überlieferte Runenreihe umfasst vierundzwanzig Zeichen. Sie trägt den Namen Futhark, weil dies die Anfangsbuchstaben der ersten sechs Runen sind: Fehu, Uruz, Thorn (oder Thurisaz), Ansuz, Raidho und Kenaz.

Bei ihrer Betrachtung vermitteln sie sich durchaus (auch) als Archetypen (ähnlich wie beim Tarot). Sie beinhalten umfassende Teile des bestehenden Weltbildes ebenso wie wesentliche Aspekte des eigenen sowie des allgemeinen Lebens, haben eine mystische, magische und moralische Botschaft und Verbinden überdies mit der germanischen Götterwelt.

Tacitus berichtet in seiner »Germania« davon, dass die Germanen die Runenzeichen auf Buchenholzstäbchen ritzten. Hier liegt der Ursprung des Wortes »Buchstabe«. Jene Germanen, die der Römer Tacitus beschreibt, haben aber nicht versucht, irgendetwas aufzuschreiben. Sie fertigten diese Runenstäbe, um sie dann zu werfen und nach bestimmten Mustern auszudeuten. Runen gehörten also im weitesten Sinn zur magischen Praxis.

Was immer Runen sein mögen, sie sind Teil der heidnischen Kultur, zeitlose Zeichen und gehören zu den alten Mythen dazu.

Die Edda erzählt, dass Odin selbst einst die Runen fand - aber nicht, dass er sie »erfunden« habe. In den Havamal findet sich Odins Runenlied.

Vers 139 »Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum Neun lange Nächte, Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht, Mir selber ich selbst, Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann Aus welcher Wurzel er sproß.«

Vers 140 »Sie boten mir nicht Brot noch Met; Da neigt ich mich nieder Auf Runen sinnend, lernte sie seufzend: Endlich fiel ich zur Erde.«

Verse 143 - 145 »Runen wirst du finden und Ratstäbe, Sehr starke Stäbe, sehr mächtige Stäbe. Erzredner ersann sie, Götter schufen sie, Sie ritzte der hehrste der Herrscher. Odin den Riesen, den Alfen Dain, Dwalin den Zwergen, Alswid aber den Riesen; Einige schnitt ich selbst.
Weißt du zu ritzen?
Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden?
Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten?
Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du wie man senden, weißt wie man tilgen soll?«

Es folgen Verse, welche die Macht der Runen besingen, ohne jedoch zu sagen, welcher Rune welche Macht innewohnt. Am Ende steht in Vers 165: »

Des Hohen Lied ist gesungen In des Hohen Halle. Den Erdensöhnen not, unnütz den Riesensöhnen. Wohl ihm, der es kann, wohl ihm, der es kennt, Lange lebt, der es erlernt, Heil allen, die es hören.«

Die Liederedda erzählt im Skirnisfor, wie Skirnir als Brautwerber für Freyr die Riesin Gerda durch Runen bedroht, damit diese bereit wird, Freyr zu treffen. Und in den Versen von Rigsmal wird beschrieben, wie Heimdall selbst einen seiner Nachkommen über die Runen belehrt. Runen werden in der Edda recht häufig erwähnt. Aber nirgendwo werden sie erklärt. Sie bleiben, was sie sind: Runen, Geheimnisse. Jeder muss seinen eigenen Zugang zu ihnen finden.

Im Kanal findest ihr:👇
Runen, selbst hergestelltes, Geschichte, Räuchern und Rezepte.
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Runen gehören unbestritten zum germanischen Kulturkreis dazu. Woher sie stammen und wie alt sie wirklich sind, darüber streiten sich die Gelehrten bis heute. Es ist noch nicht einmal sicher, ob sie wirklich als Schriftzeichen gedacht waren. Sie finden sich ab dem zweiten Jahrhundert als Inschriften. Hier sind etwa sechstausendfünfhundert Fundstücke bekannt. Vor der Christianisierung gab es ohnehin keine Schrift bei den Germanen, so dass aus der Zeit davor vieles im Dunkeln liegt.

Das Wort »Rune« bedeutet »Geheimnis« oder »Geflüster«, was andeuten könnte, dass es sich bei den Runen ursprünglich nicht um eine Alphabetschrift handelte, sondern um sogenannte Zauberzeichen; mystische Symbole zur Weissagung oder zur Zauberei. Womöglich standen sie auch nur für das, was ihr jeweiliger Name bedeutet - also die erste Rune Fehu tatsächlich für Vieh, was Fehu übersetzt ja bedeutet. Wer sich mit ihnen beschäftigt, begegnet nicht selten wirklich einem Geheimnis und sei es nur, dass sich die Runen verschließen und nicht leicht erfassen lassen.

Die älteste überlieferte Runenreihe umfasst vierundzwanzig Zeichen. Sie trägt den Namen Futhark, weil dies die Anfangsbuchstaben der ersten sechs Runen sind: Fehu, Uruz, Thorn (oder Thurisaz), Ansuz, Raidho und Kenaz.

Bei ihrer Betrachtung vermitteln sie sich durchaus (auch) als Archetypen (ähnlich wie beim Tarot). Sie beinhalten umfassende Teile des bestehenden Weltbildes ebenso wie wesentliche Aspekte des eigenen sowie des allgemeinen Lebens, haben eine mystische, magische und moralische Botschaft und Verbinden überdies mit der germanischen Götterwelt.

Tacitus berichtet in seiner »Germania« davon, dass die Germanen die Runenzeichen auf Buchenholzstäbchen ritzten. Hier liegt der Ursprung des Wortes »Buchstabe«. Jene Germanen, die der Römer Tacitus beschreibt, haben aber nicht versucht, irgendetwas aufzuschreiben. Sie fertigten diese Runenstäbe, um sie dann zu werfen und nach bestimmten Mustern auszudeuten. Runen gehörten also im weitesten Sinn zur magischen Praxis.

Was immer Runen sein mögen, sie sind Teil der heidnischen Kultur, zeitlose Zeichen und gehören zu den alten Mythen dazu.

Die Edda erzählt, dass Odin selbst einst die Runen fand - aber nicht, dass er sie »erfunden« habe. In den Havamal findet sich Odins Runenlied.

Vers 139 »Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum Neun lange Nächte, Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht, Mir selber ich selbst, Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann Aus welcher Wurzel er sproß.«

Vers 140 »Sie boten mir nicht Brot noch Met; Da neigt ich mich nieder Auf Runen sinnend, lernte sie seufzend: Endlich fiel ich zur Erde.«

Verse 143 - 145 »Runen wirst du finden und Ratstäbe, Sehr starke Stäbe, sehr mächtige Stäbe. Erzredner ersann sie, Götter schufen sie, Sie ritzte der hehrste der Herrscher. Odin den Riesen, den Alfen Dain, Dwalin den Zwergen, Alswid aber den Riesen; Einige schnitt ich selbst.
Weißt du zu ritzen?
Weißt du zu erraten?
Weißt du zu finden?
Weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten?
Weißt Opfer zu bieten?
Weißt du wie man senden, weißt wie man tilgen soll?«

Es folgen Verse, welche die Macht der Runen besingen, ohne jedoch zu sagen, welcher Rune welche Macht innewohnt. Am Ende steht in Vers 165: »

Des Hohen Lied ist gesungen In des Hohen Halle. Den Erdensöhnen not, unnütz den Riesensöhnen. Wohl ihm, der es kann, wohl ihm, der es kennt, Lange lebt, der es erlernt, Heil allen, die es hören.«

Die Liederedda erzählt im Skirnisfor, wie Skirnir als Brautwerber für Freyr die Riesin Gerda durch Runen bedroht, damit diese bereit wird, Freyr zu treffen. Und in den Versen von Rigsmal wird beschrieben, wie Heimdall selbst einen seiner Nachkommen über die Runen belehrt. Runen werden in der Edda recht häufig erwähnt. Aber nirgendwo werden sie erklärt. Sie bleiben, was sie sind: Runen, Geheimnisse. Jeder muss seinen eigenen Zugang zu ihnen finden.

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Telegram | DID YOU KNOW?

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You may recall that, back when Facebook started changing WhatsApp’s terms of service, a number of news outlets reported on, and even recommended, switching to Telegram. Pavel Durov even said that users should delete WhatsApp “unless you are cool with all of your photos and messages becoming public one day.” But Telegram can’t be described as a more-secure version of WhatsApp. On December 23rd, 2020, Pavel Durov posted to his channel that the company would need to start generating revenue. In early 2021, he added that any advertising on the platform would not use user data for targeting, and that it would be focused on “large one-to-many channels.” He pledged that ads would be “non-intrusive” and that most users would simply not notice any change. The company maintains that it cannot act against individual or group chats, which are “private amongst their participants,” but it will respond to requests in relation to sticker sets, channels and bots which are publicly available. During the invasion of Ukraine, Pavel Durov has wrestled with this issue a lot more prominently than he has before. Channels like Donbass Insider and Bellum Acta, as reported by Foreign Policy, started pumping out pro-Russian propaganda as the invasion began. So much so that the Ukrainian National Security and Defense Council issued a statement labeling which accounts are Russian-backed. Ukrainian officials, in potential violation of the Geneva Convention, have shared imagery of dead and captured Russian soldiers on the platform. In a message on his Telegram channel recently recounting the episode, Durov wrote: "I lost my company and my home, but would do it again – without hesitation." "This time we received the coordinates of enemy vehicles marked 'V' in Kyiv region," it added.
from hk


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